Beamter im Vermessungswesen (gehobener technischer Dienst)

Aktualisiert: 27.04.2026

Gestalten Sie die Zukunft des Raumes mit präzisen Daten. Als Beamter im Vermessungswesen im gehobenen technischen Dienst sind Sie für die Erfassung, Auswertung und Bereitstellung von Geoinformationen verantwortlich und tragen so zur Planung und Entwicklung unserer Infrastruktur bei.
Was macht man in diesem Beruf?
Die Tätigkeit als Beamter im Vermessungswesen im gehobenen technischen Dienst ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, die an der Schnittstelle von Technik, Recht und Verwaltung angesiedelt ist. Sie sind maßgeblich an der Schaffung und Pflege des amtlichen Liegenschaftskatasters beteiligt, welches die Grundlage für viele Bereiche des öffentlichen und privaten Lebens bildet. Ihre Arbeit gewährleistet die rechtliche Sicherheit von Grundstücksgrenzen und ist essenziell für die Bauleitplanung, die Infrastrukturentwicklung und den Umweltschutz. Sie arbeiten mit modernster Technologie und tragen dazu bei, dass Geodaten präzise und aktuell sind. Dies erfordert ein hohes Maß an Genauigkeit, Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein. Die Beamtenlaufbahn im Vermessungswesen bietet eine sichere und abwechslungsreiche berufliche Perspektive mit Gestaltungsmöglichkeiten.
Typische Aufgaben
- Durchführung von Feldvermessungen zur Erfassung von Grundstücksgrenzen und topografischen Merkmalen.
- Auswertung und Verarbeitung von Vermessungsdaten mit spezialisierter Software.
- Erstellung und Aktualisierung von Katasterkarten und -unterlagen.
- Beratung von Bürgerinnen und Bürgern sowie Fachleuten in vermessungsrechtlichen Fragen.
- Mitwirkung bei der Planung und Überwachung von Bauvorhaben.
- Überprüfung und Genehmigung von Grenzfeststellungen und Teilungsgenehmigungen.
- Anwendung von Rechtsvorschriften im Vermessungswesen.
Spezialisierungen
Innerhalb des gehobenen technischen Dienstes im Vermessungswesen gibt es verschiedene Spezialisierungsmöglichkeiten, die Ihren Interessen und Stärken entsprechen können. Ein Schwerpunkt kann die Liegenschaftsvermessung sein, bei der Sie sich intensiv mit der Führung und Aktualisierung des Liegenschaftskatasters beschäftigen. Eine andere Richtung ist die Ingenieurvermessung, die sich auf die Vermessung für komplexe Bauprojekte wie Brücken, Tunnel oder Straßen konzentriert. Auch die Geoinformatik gewinnt zunehmend an Bedeutung, wobei Sie sich mit der digitalen Erfassung, Speicherung und Analyse von Geodaten befassen. Weitere Spezialisierungen können in den Bereichen der Bodenordnung, der Stadtplanung oder der Umweltvermessung liegen. Diese Vielfalt ermöglicht es Ihnen, sich fachlich weiterzuentwickeln und an spannenden Projekten mitzuwirken.
Skills und Tools
Für die Tätigkeit als Beamter im Vermessungswesen im gehobenen technischen Dienst sind sowohl fachliche als auch persönliche Kompetenzen gefragt. Ein tiefes Verständnis für Mathematik, Geometrie und Physik ist unerlässlich, ebenso wie Kenntnisse im Vermessungsrecht und in der Kartografie. Der sichere Umgang mit modernen Vermessungsinstrumenten wie Tachymetern, GPS-Empfängern und Laserscannern ist ebenso wichtig wie die Beherrschung von Geoinformationssystemen (GIS) und CAD-Software. Darüber hinaus sind analytisches Denkvermögen, eine hohe Detailgenauigkeit und eine strukturierte Arbeitsweise von großer Bedeutung. Kommunikationsfähigkeit ist gefragt, um Sachverhalte verständlich zu erklären und mit verschiedenen Akteuren zusammenzuarbeiten. Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein runden das Anforderungsprofil ab.
Ausbildung und Einstieg
Der Zugang zum gehobenen technischen Dienst im Vermessungswesen erfolgt in der Regel über ein abgeschlossenes Studium an einer Hochschule oder Fachhochschule. Studiengänge wie Geodäsie, Vermessungswesen, Geoinformatik oder eine vergleichbare ingenieurwissenschaftliche Fachrichtung qualifizieren für diese Laufbahn. Nach dem Studium absolvieren angehende Beamte in der Regel ein sogenanntes Referendariat oder einen Vorbereitungsdienst, der praktische Erfahrungen und vertiefende theoretische Kenntnisse vermittelt. Dieser Vorbereitungsdienst schließt mit einer Laufbahnprüfung ab, die für die Einstellung in den Beamtenstatus erforderlich ist. Die genauen Zugangsvoraussetzungen und die Dauer des Vorbereitungsdienstes können je nach Bundesland und jeweiliger Behörde variieren.
Bewerbungs- und Jobtipps
Eine erfolgreiche Bewerbung als Beamter im Vermessungswesen im gehobenen technischen Dienst erfordert eine sorgfältige Vorbereitung. Achten Sie darauf, dass Ihr Anschreiben Ihre Motivation für den öffentlichen Dienst und speziell für das Vermessungswesen klar zum Ausdruck bringt. Heben Sie Ihre relevanten studienbezogenen Leistungen und praktischen Erfahrungen hervor, insbesondere im Umgang mit Vermessungstechnik und Software. Betonen Sie Ihre analytischen Fähigkeiten, Ihre Genauigkeit und Ihr Verantwortungsbewusstsein. Im Lebenslauf sollten alle relevanten Ausbildungen, Praktika und Weiterbildungen übersichtlich dargestellt werden. Bereiten Sie sich auf mögliche Auswahlgespräche oder Assessment-Center vor, bei denen Ihre fachlichen und persönlichen Kompetenzen geprüft werden.
Gehalt
Das Gehalt für Beamte im Vermessungswesen im gehobenen technischen Dienst richtet sich nach der Besoldungsordnung des jeweiligen Bundeslandes oder des Bundes. Die Einstiegsgehälter liegen typischerweise im Bereich der Besoldungsgruppe A10 oder A11. Mit zunehmender Berufserfahrung und Übernahme von mehr Verantwortung können die Bezüge entsprechend ansteigen. Faktoren wie die genaue Eingruppierung, familiäre Zulagen und eventuelle Funktionsämter beeinflussen das endgültige Gehalt. Es ist wichtig zu beachten, dass die genauen Werte stark variieren können und von den jeweiligen tariflichen Regelungen abhängen.
FAQ
Welche schulischen Voraussetzungen sind für das Studium im Vermessungswesen notwendig?

In der Regel wird für ein Studium im Vermessungswesen die allgemeine Hochschulreife (Abitur) oder eine vergleichbare Qualifikation benötigt. Je nach Hochschule können auch spezifische Notenanforderungen oder Eignungsprüfungen relevant sein.


Welche Rolle spielt die Digitalisierung in diesem Berufsfeld?

Die Digitalisierung spielt eine zentrale Rolle. Moderne Vermessungsinstrumente und Geoinformationssysteme sind Standard. Die Fähigkeit, mit digitalen Daten zu arbeiten und diese zu analysieren, ist daher unerlässlich.


Wie sind die Karrierechancen nach der Ausbildung?

Nach erfolgreichem Abschluss des Vorbereitungsdienstes und der Laufbahnprüfung stehen Ihnen verschiedene Karrieremöglichkeiten offen. Sie können in technischen und planerischen Positionen in Landesvermessungsämtern, Kommunalverwaltungen oder anderen öffentlichen Institutionen tätig werden.

Hinweis:
Die Inhalte dieser Seite dienen der allgemeinen Information und wurden mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt. Sie stellen keine individuelle Berufs-, Rechts- oder Karriereberatung dar. Angaben zu Aufgaben, Ausbildung, Zugangsvoraussetzungen, Gehalt oder Berufsaussichten sind unverbindliche Richtwerte und können je nach Region, Arbeitgeber, Qualifikation, Berufserfahrung sowie aufgrund gesetzlicher oder tariflicher Änderungen abweichen. Eine Gewähr für Aktualität, Vollständigkeit oder Richtigkeit der Inhalte wird nicht übernommen.
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