Bereiter/in

Aktualisiert: 04.04.2026

Als Bereiter/in formst und trainierst du Pferde für verschiedene Disziplinen und Anforderungen. Deine Arbeit erfordert ein tiefes Verständnis für Pferdeverhalten, Biomechanik und Trainingsmethoden. Du bist verantwortlich für die körperliche und mentale Entwicklung der Tiere, um ihr volles Potenzial zu entfalten. Diese Tätigkeit ist anspruchsvoll und erfordert Geduld, Einfühlungsvermögen und eine hohe körperliche Fitness. Die Ausbildung von jungen Pferden bis hin zur Turniervorbereitung gehört ebenso zu deinen Aufgaben wie die Korrektur von Problemen bei erfahrenen Tieren. Du arbeitest eng mit Pferdebesitzern, Züchtern und Tierärzten zusammen, um das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit der Pferde zu gewährleisten. Deine Expertise ist gefragt in verschiedenen Bereichen des Pferdesports und der Pferdehaltung.
Was macht man in diesem Beruf?
Die Tätigkeit als Bereiter/in umfasst die professionelle Ausbildung und Förderung von Pferden. Dies beinhaltet das Anreiten junger Pferde, die Weiterbildung erfahrener Tiere für spezifische Disziplinen wie Dressur, Springen oder Vielseitigkeit, sowie die Korrektur von Verhaltensauffälligkeiten. Ein/e Bereiter/in entwickelt individuelle Trainingspläne, die auf die Bedürfnisse, das Alter und die Veranlagung jedes einzelnen Pferdes zugeschnitten sind. Dabei steht stets das Wohl des Tieres im Vordergrund, kombiniert mit dem Ziel, dessen Leistungsfähigkeit zu optimieren. Die Arbeit erfordert ein hohes Maß an Fachwissen über Pferdeanatomie, Physiologie und Psychologie. Zudem ist eine ausgezeichnete reiterliche Fähigkeit unerlässlich, um das Pferd korrekt auszubilden und zu führen. Die Rolle des/der Bereiter/in ist entscheidend für den Erfolg im Pferdesport und die gesunde Entwicklung von Pferden.
Typische Aufgaben
- Anreiten von jungen Pferden
- Ausbildung von Pferden für verschiedene Reitsportdisziplinen
- Korrektur von Verhaltensauffälligkeiten und Problempferden
- Vorbereitung von Pferden für Turniere und Prüfungen
- Erstellung und Umsetzung von Trainingsplänen
- Durchführung von täglichen Trainingseinheiten
- Pflege und Gesundheitsmanagement der Pferde
Spezialisierungen
Die Berufsbezeichnung Bereiter/in kann verschiedene Spezialisierungen umfassen, je nach Fokus und Disziplin. Eine häufige Spezialisierung ist die Dressurausbildung, bei der Pferde auf höchste Lektionen und Piaffen trainiert werden. Andere spezialisieren sich auf das Springreiten, wo der Fokus auf Sprungtechnik, Rhythmus und Koordination liegt. Im Bereich der Vielseitigkeit werden Pferde für die drei Disziplinen Dressur, Springen und Geländereiten ausgebildet. Es gibt auch Bereiter/innen, die sich auf die Zucht spezialisieren und junge Pferde für Körungen und Auktionen vorbereiten. Eine weitere wichtige Spezialisierung ist die Arbeit mit Jungpferden, um ihnen eine solide Grundlage für ihre weitere Ausbildung zu vermitteln. Manche fokussieren sich auch auf die Rehabilitation und das Training von Pferden nach Verletzungen. Die Wahl der Spezialisierung hängt oft von persönlichen Vorlieben und den Anforderungen des Arbeitsmarktes ab.
Skills und Tools
Für die Ausübung des Berufs als Bereiter/in sind vielfältige Fähigkeiten und Kenntnisse unerlässlich. Dazu gehört eine exzellente reiterliche Beherrschung aller Gangarten und Lektionen, gepaart mit einem tiefen Verständnis für die Biomechanik des Pferdes. Ein ausgeprägtes Einfühlungsvermögen und die Fähigkeit, das Verhalten und die Bedürfnisse des Pferdes zu erkennen und darauf einzugehen, sind von zentraler Bedeutung. Kenntnisse in Pferdegesundheit, Anatomie und Erste Hilfe sind ebenfalls unerlässlich. Kommunikationsfähigkeiten sind wichtig für die Zusammenarbeit mit Pferdebesitzern und anderen Fachleuten. Zu den Werkzeugen und Hilfsmitteln zählen neben dem Reitzubehör wie Sattel, Trense und Hilfszügel auch Longiergurte, Führstricke und gegebenenfalls spezielle Trainingsgeräte. Ein gutes Zeitmanagement und Organisationstalent sind ebenfalls wichtig, um den Trainingsalltag zu strukturieren. Die ständige Bereitschaft zur Weiterbildung und Anpassung an neue Erkenntnisse im Pferdebereich ist ebenfalls entscheidend.
Ausbildung und Einstieg
Der Weg zur professionellen Bereiterin oder zum professionellen Bereiter führt in der Regel über eine anerkannte Berufsausbildung. Die klassische Ausbildung ist die zum/zur Pferdewirt/in mit der Fachrichtung Klassische Reitausbildung. Diese Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre und wird dual in Betrieb und Berufsschule absolviert. Voraussetzung ist meist ein mittlerer Schulabschluss, aber auch mit einem Hauptschulabschluss ist die Ausbildung möglich, oft mit einer Verlängerung der Ausbildungszeit. Während der Ausbildung erlernt man alle notwendigen theoretischen und praktischen Fertigkeiten, von der Pferdehaltung über die Bodenarbeit bis hin zur Ausbildung von Reitpferden. Alternativ gibt es auch Weiterbildungen und Kurse, die auf die Spezialisierung als Bereiter/in abzielen, diese ersetzen jedoch in der Regel keine abgeschlossene Berufsausbildung. Praktische Erfahrungen durch Praktika oder Mitarbeit auf Reiterhöfen sind bereits während der Schulzeit oder vor Ausbildungsbeginn sehr wertvoll.
Bewerbungs- und Jobtipps
Bei der Bewerbung als Bereiter/in ist es wichtig, deine Leidenschaft für Pferde und deine reiterlichen Fähigkeiten überzeugend darzustellen. Hebe in deinem Anschreiben hervor, welche Erfahrungen du bereits mit der Ausbildung von Pferden gesammelt hast, insbesondere in Bezug auf die von dir angestrebte Spezialisierung. Nenne konkrete Beispiele für Pferde, die du erfolgreich ausgebildet hast, und beschreibe die angewandten Methoden. Ein aussagekräftiger Lebenslauf sollte deine Ausbildungen, Praktika und eventuelle Erfolge im Pferdesport detailliert aufführen. Füge, wenn möglich, Referenzen von früheren Arbeitgebern oder Reitlehrern hinzu, die deine Fähigkeiten bestätigen können. Sei auf eine praktische Arbeitsprobe vorbereitet, bei der du deine reiterlichen Qualitäten und deinen Umgang mit Pferden unter Beweis stellen musst. Zeige deine Bereitschaft zur Weiterbildung und dein Engagement für das Wohl der Tiere.
Gehalt
Das Gehalt für Bereiter/innen kann stark variieren und hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören die Berufserfahrung, die Spezialisierung, der Standort des Betriebs und die Größe des Unternehmens. Berufseinsteiger/innen können mit einem Einstiegsgehalt rechnen, das sich im unteren Bereich der Gehaltsspanne bewegt. Mit zunehmender Erfahrung und Spezialisierung, beispielsweise in der Dressur oder im Springsport auf höherem Niveau, steigen die Verdienstmöglichkeiten. Auch die Übernahme von Verantwortung, wie die Leitung einer Reitanlage oder die Ausbildung von Nachwuchstalenten, kann das Gehalt positiv beeinflussen. Generell lässt sich sagen, dass das monatliche Bruttogehalt für Bereiter/innen oft im Bereich von etwa 2.000 bis 3.500 Euro liegt, wobei Spitzenkräfte und international gefragte Experten auch deutlich höhere Gehälter erzielen können. Es ist wichtig zu beachten, dass dies nur Richtwerte sind und die tatsächlichen Verdienste individuell abweichen können.
FAQ
Was sind die wichtigsten Eigenschaften eines/einer guten Bereiters/in?

Ein/e gute/r Bereiter/in zeichnet sich durch Geduld, Einfühlungsvermögen, Konsequenz und eine tiefe Liebe zu Pferden aus. Ebenso wichtig sind körperliche Fitness, reiterliches Können und ein fundiertes Wissen über Pferdeverhalten und -gesundheit.


Welche körperlichen Anforderungen stellt der Beruf?

Der Beruf ist körperlich anspruchsvoll. Lange Arbeitszeiten, oft bei jedem Wetter, sowie das Heben und Tragen von Lasten wie Futter und Ausrüstung gehören dazu. Auch das ständige Reiten und die damit verbundene Rumpf- und Beinmuskulatur sind gefordert.


Wie wichtig ist die Weiterbildung in diesem Beruf?

Die Weiterbildung ist essenziell, um auf dem neuesten Stand der Trainingsmethoden, der Pferdegesundheit und des Tierschutzes zu bleiben. Regelmäßige Kurse, Seminare und der Austausch mit Kollegen helfen, die eigene Expertise zu erweitern und sich an neue Erkenntnisse anzupassen.

Hinweis:
Die Inhalte dieser Seite dienen der allgemeinen Information und wurden mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt. Sie stellen keine individuelle Berufs-, Rechts- oder Karriereberatung dar. Angaben zu Aufgaben, Ausbildung, Zugangsvoraussetzungen, Gehalt oder Berufsaussichten sind unverbindliche Richtwerte und können je nach Region, Arbeitgeber, Qualifikation, Berufserfahrung sowie aufgrund gesetzlicher oder tariflicher Änderungen abweichen. Eine Gewähr für Aktualität, Vollständigkeit oder Richtigkeit der Inhalte wird nicht übernommen.
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