Aktualisiert: 06.04.2026
Der Steindruck, auch Lithografie genannt, basiert auf dem Prinzip der chemischen Abstoßung von Fett und Wasser. Im Gegensatz zu anderen Verfahren, bei denen die Druckform erhaben oder vertieft ist, ist beim Steindruck die Druckfläche eben. Die Bildinformation wird durch Fett aufgetragen, das Wasser abweist, während die nicht bedruckten Flächen Wasser aufnehmen und Farbe abstoßen.
Ein gutes Auge für Komposition, Linienführung und Farbgebung ist von Vorteil, da Steindrucker/innen oft eng mit Künstler/innen zusammenarbeiten oder selbst künstlerische Vorlagen umsetzen. Die Fähigkeit, die künstlerische Intention zu verstehen und präzise auf den Stein zu übertragen, ist entscheidend.
Die Dauer einer formalen Ausbildung variiert je nach Land und Ausbildungsstruktur, liegt aber typischerweise zwischen zwei und dreieinhalb Jahren. Praktische Erfahrung und Weiterbildungen können die Ausbildung ergänzen und vertiefen.
Obwohl der Steindruck eine traditionelle Technik ist, bleibt er in der Kunstwelt und für spezielle Druckanwendungen relevant. Die Nachfrage nach qualifizierten Steindrucker/innen, die sowohl handwerkliches Können als auch künstlerisches Verständnis mitbringen, ist stabil, insbesondere in spezialisierten Werkstätten und Galerien.