Steinmetz- und Steinbildhauermeister/in

Aktualisiert: 01.02.2026

Gestalten und erhalten Sie die Schönheit von Stein – als Meister/in im Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk.
Was macht man in diesem Beruf?
Als Steinmetz- und Steinbildhauermeister/in sind Sie ein/e hochqualifizierte/r Experte/in für die Bearbeitung und Gestaltung von Naturstein. Dieses Handwerk verbindet traditionelle Techniken mit modernen Verfahren, um Werkstücke von bleibendem Wert zu schaffen. Sie arbeiten mit verschiedenen Gesteinsarten, von Granit und Marmor bis hin zu Sandstein, und verstehen deren Eigenschaften und Bearbeitungsmöglichkeiten. Die Tätigkeit umfasst sowohl die Restaurierung historischer Bausubstanz als auch die Schaffung neuer Kunstwerke und architektonischer Elemente. Meister/innen im Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk sind oft selbstständig tätig oder übernehmen Führungsverantwortung in Betrieben. Sie sind verantwortlich für die Qualitätssicherung und die fachliche Anleitung von Gesellen und Auszubildenden. Dieses Berufsfeld erfordert ein hohes Maß an Kreativität, handwerklichem Geschick und technischem Verständnis.
Typische Aufgaben
- Entwurf und Planung von Steinobjekten
- Bearbeitung von Naturstein mittels verschiedener Werkzeuge und Maschinen
- Restaurierung und Konservierung von historischen Steindenkmälern und Gebäuden
- Herstellung von Grabsteinen, Fassadenelementen, Skulpturen und Innenausbauten
- Beratung von Kunden und Erstellung von Angeboten
- Fachliche Anleitung und Ausbildung von Mitarbeitenden
- Qualitätskontrolle und Sicherstellung der Einhaltung von Normen
Spezialisierungen
Das Handwerk des Steinmetz- und Steinbildhauers bietet vielfältige Spezialisierungsmöglichkeiten, die es Ihnen ermöglichen, Ihre Talente und Interessen gezielt einzusetzen. Eine wichtige Vertiefung ist die Denkmalpflege und Restaurierung, bei der Sie historische Bausubstanz erhalten und wiederherstellen. Im Bereich der Steinbildhauerei können Sie sich auf die Schaffung von Skulpturen, Reliefs oder anderen künstlerischen Objekten konzentrieren. Auch die Grabmalgestaltung ist ein bedeutendes Feld, in dem Sie individuelle und ästhetisch ansprechende Grabmale entwerfen und fertigen. Darüber hinaus gibt es Spezialisierungen im Bereich des architektonischen Steinmetzhandwerks, wo Sie Fassadenelemente, Treppen oder Bodenbeläge aus Stein gestalten und umsetzen. Die Arbeit mit unterschiedlichen Steinarten und deren spezifischen Bearbeitungstechniken kann ebenfalls zu einer Spezialisierung führen. Die Meisterprüfung eröffnet Ihnen die Möglichkeit, sich in einem dieser Bereiche besonders hervorzuheben und ein tiefgreifendes Fachwissen aufzubauen.
Skills und Tools
Für die Tätigkeit als Steinmetz- und Steinbildhauermeister/in sind eine Kombination aus handwerklichen Fähigkeiten, technischem Wissen und kreativer Begabung unerlässlich. Ein ausgeprägtes räumliches Vorstellungsvermögen und ein gutes Auge für Proportionen und Ästhetik sind entscheidend für die Gestaltung und Bearbeitung von Stein. Sie beherrschen den sicheren Umgang mit einer Vielzahl von Werkzeugen und Maschinen, darunter Hammer, Meißel, Winkelschleifer, Steinsägen und CNC-Fräsen. Kenntnisse in der Materialkunde, insbesondere über die Eigenschaften verschiedener Gesteinsarten, sind ebenso wichtig wie das Verständnis für bauphysikalische Zusammenhänge. Die Fähigkeit, technische Zeichnungen zu lesen und anzufertigen, gehört ebenfalls zum Anforderungsprofil. Zudem sind Kommunikationsgeschick für die Kundenberatung und Führungsqualitäten für die Leitung von Teams von großer Bedeutung. Sicherheit am Arbeitsplatz und die Einhaltung von Unfallverhütungsvorschriften sind selbstverständlich.
Ausbildung und Einstieg
Der Weg zur/zum Steinmetz- und Steinbildhauermeister/in führt über eine fundierte handwerkliche Ausbildung und anschließende Berufserfahrung. Zunächst absolvieren Sie eine duale Ausbildung zum/zur Steinmetz/in oder Steinbildhauer/in, die in der Regel drei Jahre dauert. Während dieser Zeit erwerben Sie praktische Fertigkeiten im Betrieb und vertiefen Ihr theoretisches Wissen in der Berufsschule. Nach erfolgreichem Abschluss der Gesellenprüfung ist eine mehrjährige Berufspraxis als Geselle/Gesellin erforderlich, um zur Meisterprüfung zugelassen zu werden. Die Meisterausbildung selbst bereitet Sie gezielt auf die Meisterprüfung vor, die sowohl praktische als auch theoretische Prüfungsleistungen umfasst. Diese Weiterbildung vermittelt Ihnen umfassende Kenntnisse in den Bereichen Betriebsführung, Kalkulation, Recht und Mitarbeiterführung, die für die Selbstständigkeit oder eine leitende Position unerlässlich sind. Alternativ gibt es auch die Möglichkeit, über ein Studium im Bereich Architektur oder Bauingenieurwesen mit entsprechender Spezialisierung und anschließender praktischer Erfahrung in das Handwerk einzusteigen.
Bewerbungs- und Jobtipps
Bei der Bewerbung als Steinmetz- und Steinbildhauermeister/in ist es wichtig, Ihre fachlichen Qualifikationen und Ihre Erfahrung hervorzuheben. Betonen Sie Ihre handwerklichen Fähigkeiten und Ihre Expertise im Umgang mit verschiedenen Steinarten und Bearbeitungstechniken. Führen Sie abgeschlossene Projekte auf, die Ihre Kreativität und Ihr technisches Können unter Beweis stellen, idealerweise mit aussagekräftigen Bildern oder Referenzen. Wenn Sie bereits Erfahrung in der Führung von Teams oder in der Kundenberatung haben, erwähnen Sie dies explizit. Zeigen Sie Ihre Leidenschaft für das Handwerk und Ihr Engagement für Qualität und Präzision. Ein gut strukturierter Lebenslauf und ein überzeugendes Anschreiben, das auf die jeweilige Stelle zugeschnitten ist, sind entscheidend. Informieren Sie sich über den Betrieb und passen Sie Ihre Bewerbung entsprechend an. Seien Sie bereit, im Vorstellungsgespräch Ihre Kenntnisse und Ihre Motivation darzulegen.
Gehalt
Das Gehalt für Steinmetz- und Steinbildhauermeister/innen kann stark variieren und hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie z.B. der Berufserfahrung, der Region, der Größe des Betriebs und der Art der Tätigkeit (selbstständig oder angestellt). Als angestellte/r Meister/in können Sie mit einem Bruttojahresgehalt rechnen, das sich in einem breiten Spektrum bewegt. In der Regel liegt das Einstiegsgehalt für Meister/innen über dem von Gesellen. Mit zunehmender Berufserfahrung und Übernahme von mehr Verantwortung, beispielsweise als Betriebsleiter/in, kann das Gehalt entsprechend steigen. Selbstständige Meister/innen haben die Möglichkeit, durch erfolgreiche Auftragsakquise und effiziente Betriebsführung ihr Einkommen zu gestalten, wobei hier die Einnahmen stärker schwanken können. Es ist ratsam, sich über branchenübliche Gehälter in Ihrer Region zu informieren, um eine realistische Gehaltsvorstellung zu entwickeln. Die genauen Verdienstmöglichkeiten sind immer individuell zu betrachten und können von den genannten Spannen abweichen.
FAQ
Was sind die Hauptaufgaben eines/einer Steinmetz- und Steinbildhauermeisters/in?

Die Hauptaufgaben umfassen die Planung, Bearbeitung, Restaurierung und Gestaltung von Steinobjekten, die fachliche Anleitung von Mitarbeitenden und die Kundenberatung.


Welche Ausbildung ist für diesen Beruf erforderlich?

Eine abgeschlossene duale Ausbildung zum/zur Steinmetz/in oder Steinbildhauer/in, gefolgt von mehrjähriger Berufserfahrung und der Meisterprüfung.


Welche Werkzeuge und Maschinen werden typischerweise verwendet?

Typische Werkzeuge sind Hammer, Meißel, Winkelschleifer, Steinsägen und moderne Maschinen wie CNC-Fräsen.


Welche Spezialisierungen gibt es im Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk?

Es gibt Spezialisierungen in der Denkmalpflege, Steinbildhauerei, Grabmalgestaltung und im architektonischen Steinmetzhandwerk.


Wie sind die Karrieremöglichkeiten nach der Meisterprüfung?

Nach der Meisterprüfung sind Karrieremöglichkeiten die Selbstständigkeit, die Übernahme einer Betriebsleitung oder eine spezialisierte Tätigkeit in einem Fachbereich.

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