Tierphysiotherapeut/in

Aktualisiert: 16.02.2026

Unterstütze Tiere auf ihrem Weg zur Genesung und verbessere ihre Lebensqualität durch gezielte physiotherapeutische Maßnahmen.
Was macht man in diesem Beruf?
Als Tierphysiotherapeut/in hilfst du Tieren, die unter Schmerzen, Bewegungseinschränkungen oder nach Verletzungen und Operationen leiden. Deine Arbeit zielt darauf ab, die Mobilität, Funktionalität und das allgemeine Wohlbefinden der Tiere zu verbessern. Du arbeitest mit einer Vielzahl von Tierarten, von Haustieren wie Hunden und Katzen bis hin zu Pferden und Kleintieren. Die physiotherapeutische Behandlung ist oft ein wichtiger Bestandteil des Genesungsprozesses und trägt maßgeblich zur Schmerzreduktion und Wiederherstellung der Lebensqualität bei. Du agierst als wichtige Schnittstelle zwischen Tierbesitzer/in, Tierarzt/ärztin und dem Tier selbst, um einen optimalen Behandlungsplan zu erstellen und umzusetzen. Dein Einsatzbereich erstreckt sich über Praxen, Kliniken, mobile Dienste und sogar Tierheime.
Typische Aufgaben
- Diagnostik und Befunderhebung bei Bewegungsproblemen
- Erstellung individueller Behandlungspläne
- Durchführung von physiotherapeutischen Maßnahmen wie Massagen, Dehnungen, passive und aktive Bewegungsübungen
- Einsatz von physikalischen Therapien wie Wärme-, Kälte- oder Elektrotherapie
- Beratung von Tierbesitzer/innen zur Weiterführung der Therapie zu Hause
- Dokumentation des Behandlungsverlaufs
- Zusammenarbeit mit Tierärzt/innen und anderen Fachleuten
Spezialisierungen
Die Tierphysiotherapie bietet verschiedene Spezialisierungsmöglichkeiten, um den individuellen Interessen und Stärken gerecht zu werden. Eine häufige Spezialisierung ist die Hundephysiotherapie, die sich auf die Behandlung von Hunden konzentriert, sei es nach Unfällen, Operationen oder bei chronischen Erkrankungen. Ebenso gibt es die Pferdephysiotherapie, die sich mit den spezifischen Bedürfnissen von Pferden im Sport und im Freizeitbereich befasst. Manche Tierphysiotherapeut/innen spezialisieren sich auch auf die Rehabilitation von Kleintieren, wie Kaninchen oder Meerschweinchen. Weitere Vertiefungen können in Bereichen wie Schmerztherapie, Geriatrie (Altersheilkunde bei Tieren) oder Sportphysiotherapie für Tiere liegen. Diese Spezialisierungen ermöglichen eine noch gezieltere und effektivere Behandlung von Tieren mit besonderen Anforderungen.
Skills und Tools
Für die erfolgreiche Ausübung des Berufs als Tierphysiotherapeut/in sind sowohl fachliche als auch persönliche Kompetenzen unerlässlich. Ein tiefes Verständnis der Anatomie, Physiologie und Pathologie von Tieren bildet die Grundlage. Du benötigst handwerkliches Geschick und Einfühlungsvermögen, um die Tiere während der Behandlung zu beruhigen und zu führen. Kommunikationsfähigkeit ist wichtig, um mit Tierbesitzer/innen und Tierärzt/innen effektiv zusammenzuarbeiten. Zu den Werkzeugen und Hilfsmitteln zählen oft Massageliegen, verschiedene Therapiegeräte für Wärme- und Kälteanwendungen, Elektrotherapiegeräte, aber auch Hilfsmittel wie Bälle, Therabänder und Hindernisse für das Bewegungstraining. Kenntnisse in der Biomechanik und Bewegungslehre sind ebenfalls von großer Bedeutung.
Ausbildung und Einstieg
Der Weg zur/zum Tierphysiotherapeutin/en führt in der Regel über eine qualifizierte Aus- oder Weiterbildung. Es gibt verschiedene Ausbildungswege, die oft eine Grundausbildung im Bereich Physiotherapie oder Tiermedizin voraussetzen. Viele Anbieter von Weiterbildungen im Bereich Tierphysiotherapie bieten Kurse an, die theoretisches Wissen mit praktischen Übungen kombinieren. Diese Ausbildungen dauern meist mehrere Monate bis zu zwei Jahre und schließen mit einer Prüfung ab. Ein Praktikum in einer Tierphysiotherapiepraxis oder Tierklinik ist oft ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung, um praktische Erfahrungen zu sammeln. Die genauen Zugangsvoraussetzungen und Inhalte können je nach Anbieter variieren, daher ist eine sorgfältige Recherche empfehlenswert.
Bewerbungs- und Jobtipps
Bei der Bewerbung als Tierphysiotherapeut/in ist es wichtig, deine Leidenschaft für Tiere und dein Engagement für deren Wohl hervorzuheben. Betone in deinem Anschreiben und Lebenslauf relevante Ausbildungen, Weiterbildungen und praktische Erfahrungen im Umgang mit Tieren. Wenn du bereits Erfahrungen in der Tierpflege, im Tierschutz oder in der Tiermedizin gesammelt hast, erwähne diese unbedingt. Hebe deine Kenntnisse in der Tieranatomie und -physiologie sowie deine praktischen Fähigkeiten in der Physiotherapie hervor. Beschreibe, wie du mit Stresssituationen umgehst und wie du eine vertrauensvolle Beziehung zu Tieren und ihren Besitzer/innen aufbaust. Zeige deine Bereitschaft zur Weiterbildung und deine Begeisterung für neue therapeutische Ansätze. Ein professioneller und gut strukturierter Lebenslauf sowie ein aussagekräftiges Anschreiben sind entscheidend.
Gehalt
Das Gehalt für Tierphysiotherapeut/innen kann stark variieren und hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie z.B. Berufserfahrung, Spezialisierung, Art der Anstellung (selbstständig oder angestellt) und dem Standort der Praxis. Berufseinsteiger/innen können mit einem Einstiegsgehalt rechnen, das sich im unteren bis mittleren Bereich bewegt. Mit zunehmender Erfahrung und Spezialisierung sowie bei Übernahme von mehr Verantwortung oder der Führung einer eigenen Praxis sind deutlich höhere Verdienstmöglichkeiten gegeben. Generell kann das Bruttojahresgehalt für angestellte Tierphysiotherapeut/innen grob geschätzt zwischen 25.000 und 45.000 Euro liegen. Selbstständige Tierphysiotherapeut/innen haben potenziell höhere Einnahmen, diese sind jedoch auch mit höheren Kosten und Risiken verbunden. Diese Angaben sind Richtwerte und können je nach individueller Situation abweichen.
FAQ
Was sind die häufigsten Einsatzgebiete für Tierphysiotherapeut/innen?

Tierphysiotherapeut/innen arbeiten häufig in Tierkliniken, spezialisierten Tierphysiotherapiepraxen, Tierheimen oder bieten mobile Dienste an. Manche sind auch in der Sportpferde-Rehabilitation oder in der Betreuung von Therapiehunden tätig.


Welche Tiere werden typischerweise von Tierphysiotherapeut/innen behandelt?

Die Behandlung umfasst meist Hunde und Katzen, aber auch Pferde, Kleintiere wie Kaninchen und Meerschweinchen sowie in manchen Fällen auch Nutztiere.


Ist eine staatliche Anerkennung für Tierphysiotherapeut/innen erforderlich?

Derzeit gibt es keine staatlich anerkannte Ausbildung für Tierphysiotherapeut/innen im Sinne einer staatlichen Prüfung wie bei Humanphysiotherapeut/innen. Die Qualifikation erfolgt über private Aus- und Weiterbildungsinstitute, deren Abschlüsse jedoch in der Branche anerkannt sind.

Hinweis:
Die Inhalte dieser Seite dienen der allgemeinen Information und wurden mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt. Sie stellen keine individuelle Berufs-, Rechts- oder Karriereberatung dar. Angaben zu Aufgaben, Ausbildung, Zugangsvoraussetzungen, Gehalt oder Berufsaussichten sind unverbindliche Richtwerte und können je nach Region, Arbeitgeber, Qualifikation, Berufserfahrung sowie aufgrund gesetzlicher oder tariflicher Änderungen abweichen. Eine Gewähr für Aktualität, Vollständigkeit oder Richtigkeit der Inhalte wird nicht übernommen.
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