Werksteinhersteller/in

Aktualisiert: 11.04.2026

Gestalten und bearbeiten Sie Naturstein für vielfältige Anwendungen. Entdecken Sie die Welt der Werksteinherstellung und finden Sie Ihren Traumjob.
Was macht man in diesem Beruf?
Werksteinhersteller/innen sind Fachleute, die sich auf die Bearbeitung und Verarbeitung von Naturstein spezialisiert haben. Sie verwandeln rohe Steinblöcke in präzise gefertigte Werkstücke für unterschiedlichste Zwecke. Dies kann von architektonischen Elementen wie Fassadenplatten, Säulen und Fensterbänken bis hin zu dekorativen Objekten wie Grabsteinen, Skulpturen oder Bodenbelägen reichen. Die Arbeit erfordert ein tiefes Verständnis für verschiedene Gesteinsarten, ihre Eigenschaften und ihre Bearbeitungsmöglichkeiten. Präzision, handwerkliches Geschick und ein Auge für Ästhetik sind dabei unerlässlich. Werksteinhersteller/innen tragen maßgeblich zur Gestaltung und Veredelung von Bauwerken und Lebensräumen bei, indem sie die natürliche Schönheit und Beständigkeit von Stein zur Geltung bringen.
Typische Aufgaben
- Auswahl und Prüfung von Natursteinrohlingen
- Zuschnitt und Formgebung von Steinplatten und -blöcken
- Oberflächenbearbeitung wie Schleifen, Polieren und Sandstrahlen
- Gravieren und Verzierungen anbringen
- Montage und Einbau von Werksteinelementen
- Wartung und Pflege von Maschinen und Werkzeugen
- Qualitätssicherung und Endkontrolle der gefertigten Produkte
Spezialisierungen
Die Tätigkeit als Werksteinhersteller/in bietet verschiedene Spezialisierungsmöglichkeiten, die auf individuellen Interessen und Fähigkeiten basieren. Eine gängige Spezialisierung ist die Restaurierung und Denkmalpflege, bei der historische Steinelemente nachgebildet und erhalten werden. Andere konzentrieren sich auf die Herstellung von architektonischen Werksteinen für Neubauten, wie beispielsweise Fassadenverkleidungen oder Treppenstufen. Auch die Grabmalgestaltung ist ein wichtiger Bereich, der viel Einfühlungsvermögen und künstlerisches Talent erfordert. Manche Werksteinhersteller/innen spezialisieren sich auf die Anfertigung von Innenausstattungselementen wie Küchenarbeitsplatten, Waschtischen oder Kaminverkleidungen. Die Bearbeitung von Kunst- und Dekorationssteinen für Skulpturen und Kunstobjekte stellt eine weitere anspruchsvolle Nische dar.
Skills und Tools
Für die Ausübung des Berufs Werksteinhersteller/in sind eine Reihe von handwerklichen Fähigkeiten und Kenntnissen erforderlich. Dazu gehört ein ausgeprägtes räumliches Vorstellungsvermögen, um komplexe Formen präzise umzusetzen. Ein gutes technisches Verständnis ist notwendig, um Maschinen und Werkzeuge sicher und effektiv bedienen zu können. Kenntnisse über verschiedene Gesteinsarten, deren Härte, Struktur und Bruchverhalten sind essenziell für die Auswahl des richtigen Materials und die Wahl der Bearbeitungsmethode. Sorgfalt, Geduld und eine hohe Konzentrationsfähigkeit sind unerlässlich, um Fehler zu vermeiden und qualitativ hochwertige Ergebnisse zu erzielen. Darüber hinaus sind Teamfähigkeit und Kommunikationsgeschick wichtig, besonders bei der Zusammenarbeit mit Architekten, Bauherren oder Kunden. Die wichtigsten Werkzeuge und Maschinen umfassen Steinsägen, Schleifmaschinen, Poliergeräte, Gravurwerkzeuge sowie verschiedene Messinstrumente.
Ausbildung und Einstieg
Der Weg zur Werksteinherstellerin oder zum Werksteinhersteller führt in der Regel über eine duale Berufsausbildung. Die klassische Ausbildung dauert meist drei Jahre und wird in einem Handwerksbetrieb oder einem Industriebetrieb absolviert, ergänzt durch den Unterricht an einer Berufsschule. Während der Ausbildung erlernt man die Grundlagen der Steinbearbeitung, den Umgang mit verschiedenen Werkzeugen und Maschinen sowie die Materialkunde. Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung besteht die Möglichkeit zur Weiterbildung, beispielsweise zum/zur Meister/in im Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk. Dies eröffnet weitere Karrieremöglichkeiten, wie die Selbstständigkeit oder die Übernahme von Führungsverantwortung. Auch Quereinsteiger mit handwerklichem Geschick und Interesse an Naturstein können durch gezielte Kurse und Praktika in den Beruf finden, müssen aber oft zusätzliche praktische Erfahrungen sammeln.
Bewerbungs- und Jobtipps
Bei der Bewerbung als Werksteinhersteller/in ist es wichtig, Ihre handwerklichen Fähigkeiten und Ihre Leidenschaft für Naturstein hervorzuheben. Fügen Sie Ihrem Lebenslauf aussagekräftige Zeugnisse Ihrer bisherigen Ausbildungen und Tätigkeiten bei, die Ihre relevanten Kenntnisse belegen. Wenn Sie bereits praktische Erfahrungen gesammelt haben, sei es durch Praktika, Projekte oder frühere Anstellungen, beschreiben Sie diese detailliert und nennen Sie die dabei verwendeten Techniken und Materialien. Ein Anschreiben, das Ihre Motivation für die spezifische Stelle und das Unternehmen darlegt, ist essenziell. Betonen Sie Ihre Sorgfalt, Präzision und Ihr Auge für Qualität. Wenn möglich, fügen Sie ein Portfolio mit Fotos von Ihren bisherigen Arbeiten hinzu, um Ihre handwerklichen Fähigkeiten visuell zu untermauern. Zeigen Sie, dass Sie teamfähig sind und auch unter Druck präzise arbeiten können.
Gehalt
Das Gehalt für Werksteinhersteller/innen kann je nach Berufserfahrung, Qualifikation, Spezialisierung und Region variieren. Berufseinsteiger/innen können mit einem Einstiegsgehalt rechnen, das sich im unteren bis mittleren Bereich bewegt. Mit zunehmender Erfahrung und durch Weiterbildungen, beispielsweise zum/zur Meister/in, steigen die Verdienstmöglichkeiten deutlich an. Auch die Art des Betriebs, ob kleinbetrieblich oder industriell, kann Einfluss auf das Gehalt haben. In Tarifverträgen sind oft Gehaltsstrukturen festgelegt, die eine Orientierung bieten. Generell lässt sich sagen, dass das Gehalt als Werksteinhersteller/in als solide einzuschätzen ist und mit steigender Expertise und Verantwortung weiter ansteigt. Genaue Zahlen sind schwer zu nennen, da sie stark von individuellen Faktoren und dem Arbeitsmarkt abhängen.
FAQ
Was sind die wichtigsten Eigenschaften eines/einer Werksteinherstellers/in?

Ein/e Werksteinhersteller/in sollte über handwerkliches Geschick, Präzision, Geduld, räumliches Vorstellungsvermögen und ein gutes Verständnis für Materialien verfügen.


Welche Ausbildungswege gibt es für Werksteinhersteller/innen?

Die klassische Ausbildung ist die duale Berufsausbildung zum/zur Steinmetz/in und Steinbildhauer/in. Weiterbildungen zum/zur Meister/in sind ebenfalls möglich.


Welche Rolle spielt die körperliche Belastbarkeit in diesem Beruf?

Die Arbeit kann körperlich anspruchsvoll sein, da oft schwere Materialien bewegt und bearbeitet werden müssen. Eine gute körperliche Verfassung ist daher von Vorteil.


Wie wichtig ist die Kenntnis verschiedener Gesteinsarten?

Die Kenntnis der Eigenschaften verschiedener Gesteinsarten ist entscheidend für die Auswahl des richtigen Materials und die Wahl der passenden Bearbeitungsmethoden, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

Hinweis:
Die Inhalte dieser Seite dienen der allgemeinen Information und wurden mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt. Sie stellen keine individuelle Berufs-, Rechts- oder Karriereberatung dar. Angaben zu Aufgaben, Ausbildung, Zugangsvoraussetzungen, Gehalt oder Berufsaussichten sind unverbindliche Richtwerte und können je nach Region, Arbeitgeber, Qualifikation, Berufserfahrung sowie aufgrund gesetzlicher oder tariflicher Änderungen abweichen. Eine Gewähr für Aktualität, Vollständigkeit oder Richtigkeit der Inhalte wird nicht übernommen.
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