Beschreibung
Im Ministerium für Gesundheit und Soziales des Landes Brandenburg (MGS) ist im Referat 16 "Frauen, Gleichstellung, Antidiskriminierung, Queere Lebensweisen“ der Abteilung 1 "Zentrale Dienste, Arbeitsschutz, Frauen- und Gleichstellungspolitik" am Dienstort Potsdam ab dem 1. März 2026 befristet für die Dauer einer Mutterschutz- und sich hieran anschließenden Elternzeitvertretung (voraussichtlich bis März 2027) folgende Stelle zu besetzen:
Referentin/Referent
(weiblich/männlich/divers)
(Kennzahl: ...
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Im Ministerium für Gesundheit und Soziales des Landes Brandenburg (MGS) ist im Referat 16 "Frauen, Gleichstellung, Antidiskriminierung, Queere Lebensweisen“ der Abteilung 1 "Zentrale Dienste, Arbeitsschutz, Frauen- und Gleichstellungspolitik" am Dienstort Potsdam ab dem 1. März 2026 befristet für die Dauer einer Mutterschutz- und sich hieran anschließenden Elternzeitvertretung (voraussichtlich bis März 2027) folgende Stelle zu besetzen:
Referentin/Referent
(weiblich/männlich/divers)
(Kennzahl: MGS 01/2026)
**Ihr Aufgabengebiet:**
Die Umsetzung des Übereinkommens des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt (Istanbul-Konvention) im Land Brandenburg bleibt auch in den nächsten Jahren ein wesentlicher Schwerpunkt der Frauen und Gleichstellungspolitik. Dies beinhaltet konkrete Maßnahmen sowie ein koordiniertes gesamtgesellschaftliches Agieren in den Bereichen Prävention, Gewaltschutz, Strafverfolgung, Recht und Sanktionierung.
Mit dem Landesaktionsplans zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und ihre Kinder (LAP) liegt eine Strategie zur Umsetzung der Istanbul-Konvention (IK) im Land Brandenburg vor, als wesentliche Grundlage für die Steuerung und Realisierung des Umsetzungsprozesses.
Das Aufgabengebiet der Referentin/des Referenten umfasst die Steuerung und Realisierung des Umsetzungsprozesses und der damit verbundenen landesweiten Koordinierungsaufgaben sowie die Evaluation und Weiterentwicklung des Landesaktionsplans.
**Dazu gehören insbesondere:**
- Steuerung des Begleitgremiums zum Landesaktionsplan zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und ihre Kinder mit Vertretungen anderer Ressorts, von Nichtregierungsorganisationen (NGO´s), Fachverbänden, Kommunen, Fachexpert\*innen inkl. Koordination der Arbeitsgruppen und Leitung einer Arbeitsgruppe
- Anlauf- und Vernetzungsstelle insbesondere für Institutionen des Landes und bei landesweit bzw. überregional bedeutsamen Maßnahmen für Kommunen und NGO´s
- Mitarbeit in ressort- und länderübergreifenden Gremien zur Umsetzung der Istanbul-Konvention wie der Konferenz der Landeskoordinierungsstellen zu häuslicher Gewalt und Istanbul-Konvention (KLK), dem Fachaustausch der IK-Koordinierungsstellen der Landesministerien der Bundesländer sowie Arbeitsgruppen vom Landespräventionsrat
- fachpolitische Analyse und Bewertung von Daten und Entwicklungen sowie Ableitung von Handlungsbedarfen z. B. in Stellungnahmen, Voten, Vermerken, Terminvorbereitungen, Antwort- und Redeentwürfen für Kabinetts-, Bundesrats- und parlamentarische Angelegenheiten, Beschlussanträge für die Gleichstellungs- und Frauenministerkonferenz (GFMK)
- Koordinierung und landesweite Steuerung der Datenlieferung und Stellungnahmen für die Staatenberichte der Expertengruppe des Europarats zur Überwachung der Umsetzung der Istanbul-Konvention (GREVIO), vom Deutschen Institut für Menschenrechte (DIMR) für den Bereich geschlechtsspezifische und häusliche Gewalt und für das Übereinkommen der Vereinten Nationen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau (CEDAW)
- Beratung der Ressorts zur Entwicklung von Maßnahmen sowie Begleitung von Projekten und Strukturen wie z. B. der spezialisierten Beratungs-, Interventions- und Koordinierungsstellen gegen geschlechtsspezifische und häusliche Gewalt (BIK-Stellen) und der Kontaktstelle der zivilgesellschaftlichen Akteur\*innen zur Umsetzung der Istanbul-Konvention im Land Brandenburg“ (KIKO)
- Koordinierung der landesweiten Implementierung von Strukturen im Bereich Hochrisikomanagement bei häuslicher Gewalt anhand eines landesweiten Leitfadens
- Beauftragung und fachliche Begleitung der Erarbeitung und Veröffentlichung von Informationsmaterialien, Dokumentationen, Berichten
- Organisation und Durchführung sowie fachliche Vor- und Nachbereitung von Veranstaltungen, Tagungen, Konferenzen
- Haushalts- Zuwendungs- und Vergabeangelegenheiten, insbesondere Haushaltsplanung und -aufstellung, Erarbeitung und Abstimmung von Fördergrundsätzen und Förderrichtlinien, Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Soziales und Versorgung (LASV), Vergabe wissenschaftlicher Gutachten
**Anforderungen:**
**Unabdingbar sind:**
- ein abgeschlossenes Hochschulstudium (Diplom, Master oder vergleichbar) in einer für die Umsetzung der Aufgaben förderlichen Fachrichtung, vorzugsweise in den Bereichen Politik-, Sozial- oder Rechtswissenschaften
- Erfahrungen in der frauen- und gleichstellungspolitischen Arbeit
- Kenntnisse und Erfahrungen mit der Office-Software des MGS (Outlook, Word, Excel, PowerPoint)
- hohe Leistungs- und Lernbereitschaft
- sehr gute und zielgruppenorientierte mündliche und schriftliche Ausdrucksfähigkeit in vielfältigen Kommunikationssituationen und -formaten
- ausgeprägte Fähigkeit zur Zusammenarbeit mit den vielfältigen Akteur\*innen in Verwaltung, Politik, Zivilgesellschaft und Wissenschaft sowie zur Vernetzung und zur interdisziplinären Teamarbeit
- Fähigkeit zu strategischem Denken und systematisch-konzeptionellem Arbeiten sowie zur Entwicklung von Konzepten und Strategien
- selbständige Arbeitsweise, Organisationsgeschick und Eigeninitiative
- freundliches, selbstsicheres Auftreten, Kontaktfreudigkeit
- Kreativität und Flexibilität
- hohes Vermittlungs- und Verhandlungsgeschick, Konfliktfähigkeit und Durchsetzungsvermögen
**Erwünscht sind:**
- Erfahrungen in der Moderation bzw. Leitung z. B. von Workshops
- Verständnis über Strukturen und Abläufe der öffentlichen Verwaltung sowie politischer und administrativer Entscheidungsprozesse
- Kenntnisse über zivilgesellschaftliche Akteur\*innen und die Frauenschutzinfrastruktur im Land Brandenburg
- fachliche Kenntnisse im Bereich Gewalt gegen Frauen
Dotierung: Entgeltgruppe 13 TV-L / Besoldungsgruppe A 13 BbgBesO
**Ihr zukünftiger Arbeitgeber:**
Das MGS hat ein umfangreiches Aufgabenspektrum und zielt als oberste Landesbehörde mit seiner Arbeit auf gesundheitliche Förderung, soziale Gerechtigkeit sowie die Stabilisierung chancengleicher Lebensverhältnisse ab. Weitergehende Informationen über das MGS finden Sie unter https://mgs.brandenburg.de/.
**Was wir Ihnen bieten:**
- einen sicheren und attraktiven Arbeitsplatz mit interessanten und abwechslungsreichen Tätigkeiten in einem kollegialen Team
- eine gute Einarbeitung
- eine zertifizierte Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben (u. a. flexible Arbeitszeitgestaltung zwischen 6:00 Uhr und 21:00 Uhr, Möglichkeit anlassbezogener oder regelmäßiger Wohnraumarbeit im Rahmen der dienstlichen Möglichkeiten, Verfügbarkeit eines Eltern-Kind-Zimmers)
- ein betriebliches Gesundheitsmanagement zur Gesundheitsförderung und -erhaltung (u. a. Sportkurse, Ausleihkarten für das Schwimmbad „blu“, Teilnahme an Firmenläufen und Drachenbootrennen, Gesundheitstage)
- eine externe soziale Beratung für private und beruflich veranlasste Themen
- qualifizierte fachliche und außerfachliche Fortbildungen zur gezielten Weiterentwicklung
- eine ergonomische Büroausstattung, moderne Informationstechnik sowie elektronische Vorgangsbearbeitung und Aktenführung
- eine betriebliche Altersvorsorge (VBL) sowie eine Jahressonderzahlung und vermögenswirksame Leistungen nach TV-L
- 30 Tage Erholungsurlaub im Jahr bei einer Tätigkeit an fünf Arbeitstagen in der Woche sowie
- eine sehr gute Verkehrsanbindung durch die Nähe zum Potsdamer Hauptbahnhof und einen Arbeitgeberzuschuss in Höhe von 16 Euro/Monat für ein VBB-Firmenticket/Deutschlandticket.
**Hinweise:**
Bei einem bestehenden unbefristeten Beschäftigungs- oder Beamtenverhältnis ist die Möglichkeit einer befristeten Umsetzung bzw. Abordnung ohne Ziel der Versetzung gegeben.
Eine Teilzeitbeschäftigung ist unter Berücksichtigung dienstlicher Belange grundsätzlich möglich.
Das MGS legt großen Wert auf Vielfalt. Wir freuen uns über jede Bewerbung, unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer und sozialer Herkunft, Religion/Weltanschauung, Behinderung, Alter sowie sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität. Schwerbehinderte Menschen werden bei gleicher Qualifikation und Eignung bevorzugt berücksichtigt.
Ihre personenbezogenen Daten werden gemäß § 26 Brandenburgisches Datenschutzgesetz zum Zweck der Durchführung des Auswahlverfahrens bearbeitet. Weitere Informationen zum Datenschutz finden Sie auf unserer Internetseite https://mgs.brandenburg.de/mgs/de/datenschutz/.
Wir freuen uns auf Ihre aussagekräftige Bewerbung, wenn Sie sich durch das dargestellte Aufgabengebiet angesprochen fühlen. Diese reichen Sie bitte ausschließlich über das Portal „Interamt“ mit den üblichen Bewerbungsunterlagen bis zum 3. Februar 2026 ein.
Bei Fragen zur Stellenausschreibung steht Ihnen die Personalsachbearbeiterin Frau Talacek (0331/866-5125) gerne zur Verfügung.