Beschreibung
**Stellenausschreibung**
Am Lehrstuhl für Naturschutzbiologie und Waldökologie der Julius-Maximilians-Universität Würzburg ist ab **01. Mai 2026** eine Stelle im
**Wissenschaftlichen Dienst**
in Teilzeit (65%) befristet bis zum 30.04.2030 im Bereich Naturschutzbiologie und Entomologie zu besetzen. Die Vergütung richtet sich nach dem Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst der Länder, TV-L. Der Arbeitsort/Dienstort ist die Ökologische Station Fabrikschleichach (https://www.biozentrum.uni-w...
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**Stellenausschreibung**
Am Lehrstuhl für Naturschutzbiologie und Waldökologie der Julius-Maximilians-Universität Würzburg ist ab **01. Mai 2026** eine Stelle im
**Wissenschaftlichen Dienst**
in Teilzeit (65%) befristet bis zum 30.04.2030 im Bereich Naturschutzbiologie und Entomologie zu besetzen. Die Vergütung richtet sich nach dem Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst der Länder, TV-L. Der Arbeitsort/Dienstort ist die Ökologische Station Fabrikschleichach (https://www.biozentrum.uni-wuerzburg.de/cofe).
Das Vorhaben ist Teil des Projekts „Bayerische Künstliche Intelligenz für Insektenmonitoring – bAlmo” im Rahmen des Bayerischen Klimaforschungsnetzwerks (bayklif2). Das Projekt zielt darauf ab, klassisches Wissen in der Feldentomologie mit KI und Big-Data-Modellierung zu kombinieren. Alle Feldarbeiten und Modellierungen werden eng von der Forschungsgruppe von Prof. Dr. Jörg Müller am Lehrstuhl für Naturschutzbiologie und Waldökologie begleitet, mit besonderer Unterstützung durch Julian Bittermann, Experte für Schmetterlinge, sowie den Kooperationspartnern Dr. Maximilian Pichler (Regensburg) und Dr. Eva Katharina Engelhardt (Würzburg).
Die erfolgreiche Bewerberin/der erfolgreiche Bewerber wird in vier verschiedenen Bereichen tätig sein:
1. Saisonale Auswirkungen auf Insektenpopulationen: Hier sollen saisonale Auswirkungen auf Insekten-populationen ableiten und die Wetterempfindlichkeit verschiedener Insektenarten anhand von Langzeit-beobachtungsdaten und Daten aus Mehrarten-Malaise-Fallen in ganz Deutschland untersuchen.
2. Analyse der Beziehung zwischen den Ergebnissen verschiedener Erhebungsmethoden beim Insektenmonitoring: Je nach Schwerpunkt der Insektenprobenahme gibt es verschiedene Erhebungsmethoden, um unterschiedliche Aspekte zu Insektenpopulationen und -diversitäten zu bewerten. Daher wollen wir ausgewählte Gebiete mit Malaise-Fallen und standardisierten Beobachtungen mittels Transektzählungen beproben und diese Ergebnisse mit den Beobachtungen von Citizen-Science vergleichen, um die Unterschiede zwischen den Erhebungsmethoden zu bewerten. Dies soll in vier kontrastierenden Klimaregionen Bayerns wiederholt durchgeführt, um den Probenahmeaufwand unter verschiedenen Wetterbedingungen zeitlich oder räumlich auf seinen Erfassungsgrad zu untersuchen.
3. Identifizierung von Indikatorarten im Sinne der Modellierung: Hier geht es darum, Schwerpunktarten zu identifizieren, die als Indikatorarten in gemeinsamen Verbreitungsmodellen des Pichler-Teams und als Grundlage für zukünftige Szenarien des Engelhardt-Teams dienen können. Dafür werden die Daten aus 1 und 2 sowie Beobachtungsdaten aus öffentlichen Quellen, die vom Engelhardt-Team bereit gestellt werden, getestet, um zu prüfen, ob ein repräsentativer Artenbestand identifiziert werden kann.
4. Verbesserung des Monitoring (geringe Nachweisbarkeit erfordert einen höheren Probenahmeaufwand): Ziel ist es, eine Strategie für einen gezielten erhöhten Probenahmeaufwand in Zeiten geringer Nachweisbarkeit zu entwickeln. Zu diesem Zweck wird die Erweiterung bestehender Standardmonitoringsprotokolle mit unterschiedlicher Probenahmeintensität in 2. genutzt und die Entwicklung einer angepassten Insektenüberwachungsstrategie unterstützen, die Schwankungen im Erfassungsgrad aufgrund ungünstiger Wetterbedingungen berücksichtigt.
Folgende Qualifikationen sind erforderlich:
- Ein Hochschulabschluss in Ökologie, Biologie oder Biodiversität (mit Schwerpunkt Entomologie und Modellierung)
- Erfahrung in der Feldarbeit/Monitoring mit Insekten (z. B. Schmetterlingen, Bienen oder Heuschrecken).
- Statistische Modellierung in R (bevorzugt)
- Sehr gute Englischkenntnisse
- Da die Stelle Feldarbeit umfasst, müssen Bewerber über einen Führerschein und ein Auto verfügen.
Die Stelle soll der Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses dienen und bietet die Möglichkeit zur Promotion. Die JMU strebt eine Erhöhung des Frauenanteils an und fordert daher qualifizierte Frauen ausdrücklich zur Bewerbung auf. Bei im Wesentlichen gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung werden Schwerbehinderte bevorzugt eingestellt.
Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen - gerne auch per E-Mail in einem zusammen gefassten PDF-Dokument - sind bis spätestens **31. Januar 2026** zu richten an oekologische-[station@uni-wuerzburg.de](https://mailto:station@uni-wuerzburg.de). Für Rückfragen steht Ihnen Prof. Dr. Jörg Müller, Tel. 0931 31-83378, E-Mail: [joerg.mueller@uni-wuerzburg.de](mailto:joerg.mueller@uni-wuerzburg.de), gern zur Verfügung.
Bitte übersenden Sie ausschließlich Kopien. Aus Kostengründen können die Bewerbungsunterlagen nicht zurück geschickt werden. Sie werden zeitnah nach Abschluss des Auswahlverfahrens vernichtet. Sofern Sie einen Freiumschlag beifügen, werden Ihnen die Bewerbungsunterlagen drei Monate nach Abschluss des Auswahlverfahrens zurückgesandt.
Postadresse: Ökologische Station Fabrikschleichach, Glashüttenstr. 5, 96181 Rauhenebrach