Beschreibung
# **Wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in (m/w/d), EG 13 TV-H, befristet, Teilzeit (derzeit 26 Wochenstunden)**
Bewerbungsfrist:
05.03.2026
Einstellungsbeginn:
16.04.2026
Kennziffer:
39075
Teilzeit mit 65,00 Prozent der regelmäßigen Arbeitszeit einer/eines Vollzeitbeschäftigten. Die Stelle ist zunächst bis zum 29.02.2032 im Rahmen des Vorhabens „Weidetiere schaffen Landschaft – Gemeinsam für mehr Vielfalt“ befristet gemäß Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG). Die Möglichkeit zur Prom...
weiter lesen
# **Wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in (m/w/d), EG 13 TV-H, befristet, Teilzeit (derzeit 26 Wochenstunden)**
Bewerbungsfrist:
05.03.2026
Einstellungsbeginn:
16.04.2026
Kennziffer:
39075
Teilzeit mit 65,00 Prozent der regelmäßigen Arbeitszeit einer/eines Vollzeitbeschäftigten. Die Stelle ist zunächst bis zum 29.02.2032 im Rahmen des Vorhabens „Weidetiere schaffen Landschaft – Gemeinsam für mehr Vielfalt“ befristet gemäß Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG). Die Möglichkeit zur Promotion / Habilitation ist gegeben.
Das Werratal mit Hohem Meißner und Kaufunger Wald im Dreiländereck Hessen-Thüringen-Niedersachsen ist ein Hotspot der biologischen Vielfalt. Der ausgesprochen hohe naturschutzfachliche und touristische Wert der dortigen Landschaften ist maßgeblich auf die traditionelle und in weiten Teilen des Hotspots auch heute noch aktive Weidewirtschaft zurückzuführen. Das Vorhaben „Weidetiere schaffen Landschaft“ aus dem Bundesprogramm Biologische Vielfalt setzt sich zum Ziel, die im Hotspot ansässigen Weidetierhaltungen als wichtige Treiber der Biodiversität zu unterstützen und zu fördern und knüpft damit in weiterentwickelter Form an die erfolgreiche Umsetzung des Projektes „Schaf schafft Landschaft“ an (-> [www.schafland17.de](http://www.schafland17.de/)).
Die hier ausgeschriebene Stelle ist verantwortlich für die ökologische Begleitforschung des o. a. Vorhabens, die die Entwicklung und Erprobung von Klimawandel angepassten Managementstrategien im beweideten FFH-Grünland vorsieht. Neben einem standardisierten Versuchsansatz, der die Förderung von lebensraumtypischen Zielarten durch Bekämpfung von klimatisch begünstigten Problemarten (z. B. dominante Gräser, Moose, Neophyten) mittels angepasster Bewirtschaftungsvarianten untersuchen möchte, soll die Eignung eines innovativen, zielorientierten, aber ergebnisoffenen Ansatzes erprobt und wissenschaftlich begleitet werden. Die Idee dieses Ansatzes ist es nachzuweisen, dass Naturschutzziele auch ohne konkrete Bewirtschaftungsvorgaben erreicht werden können, indem man den Weidetierhaltenden mehr Handlungsspielräume lässt, und ihnen somit ein flexibles Reagieren auf sich ändernde und extremer werdende Witterungsverhältnisse ermöglicht.
Beide Managementstrategien sollen mit den Akteuren vor Ort, insbesondere den ansässigen Weidebetrieben, entwickelt, in einer mehrjährigen Testphase umgesetzt und abschließend dahingehend bewertet werden, inwieweit sie geeignet erscheinen, die Folgen der klimatischen Veränderungen auf Arten, Lebensräume und die sie bewirtschaftenden Betriebe in ausreichendem Maße aufzufangen.
Gesucht wird eine Person mit einer eigenverantwortlichen und strukturierten Arbeitsweise, die ein hohes Maß an Engagement und Belastbarkeit sowie eine kreative, analytische und konstruktiv-kritische Denkweise mitbringt, gerne im Team arbeitet und Geschick im Umgang mit Menschen unterschiedlicher Motivationen, Betroffenheiten und Interessenlagen mitbringt.
Wir bieten ein vielschichtiges und anregendes Aufgabenspektrum, das über die reine Forschungstätigkeit hinausgeht. Die enge Einbindung der Forschung in das umsetzungsorientierte Gesamtprojekt und die Zusammenarbeit im transdisziplinären Projektteam eröffnet spannende Einblicke in die Landschaftspflege- und Beweidungspraxis sowie in deren Verwaltung und das förderpolitische Umfeld und bietet Chancen der eigenen Vernetzung bis hoch auf Bundesebene.
**Aufgaben:**
- Wissenschaftliche Mitarbeit im o. a. Vorhaben inkl.:
- Ausarbeitung, Einrichtung und Betreuung des Versuchsaufbaus und des Monitoringkonzepts, dabei u. a. Auswahl der zu untersuchenden klimatisch begünstigten Problem- und Zielarten des beweideten FFH-Grünlands und Definition von klimatisch angepassten Bewirtschaftungsvarianten und ggf. notwendiger Initialmaßnahmen
- Abstimmung mit zuständigen Akteuren insbesondere der Testbetriebe
- Maßnahmendokumentation und Durchführung des FFH-Monitorings (Erhaltungszustände der Lebensraumtypen der FFH-RL) und des floristischen Monitorings auf den Untersuchungsflächen
- Auftragsvergabe und -betreuung faunistisches Monitoring
- Auswertung und Interpretation der Monitoringergebnisse; dabei ggf. Anpassung der Managementparameter im Versuchsverlauf
- Bewertung der Wirksamkeit der verschiedenen Versuchsvarianten nach naturschutzfachlichen und betrieblichen Kriterien (in Zusammenarbeit mit dem Fachgebiet Betriebswirtschaftslehre)
- Aufbereitung und Verbreitung der Forschungsergebnisse für unterschiedliche Zielgruppen u. a. inkl. Ableitung praxisnaher Handlungsempfehlungen, öffentlichkeitswirksamer Präsentationen und Fachpublikationen in hochrangigen Fachjournalen
**Voraussetzungen:**
- Mit mindestens gutem Erfolg abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium der Landschaftsplanung, Ökologie, Biologie, ökologischen Agrarwissenschaften oder vergleichbarer Studiengänge. Der geforderte Abschluss muss spätestens zum Einstellungstermin vorliegen.
- Fundierte Erfahrungen in der praktischen freilandökologischen Arbeit
- Gute vegetationskundliche und floristische Kenntnisse insbesondere im Bereich des Extensiv- und Biotopgrünlands
- Erfahrungen in der Anwendung von Geografischen Informationssystemen (GIS) und der statistischen Datenanalyse z. B. mit R
- Führerschein der Klasse B
- Sehr gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift und gute Englischkenntnisse
**Von Vorteil sind:**
- Kenntnisse über die ökologischen Auswirkungen von Beweidung und über die Zusammenhänge zwischen landwirtschaftlichen Beweidungspraktiken und Naturschutz
- Erfahrungen im Umgang und in der Kommunikation mit Akteuren aus der landwirtschaftlichen Praxis und Verwaltung
- Erfahrungen in der Erfassung der Erhaltungszustände von Lebensraumtypen der FFH-Richtlinie
- Eigener PKW
Der regelmäßige Dienstsitz ist in Kassel, jedoch ist eine regelmäßige Anwesenheit im o. g. Projektgebiet erforderlich. Erwartet wird daher die Bereitschaft zur Durchführung von Geländearbeiten und von Dienstreisen.
Für Rückfragen steht Frau Dr. Anya Wichelhaus, anya.wichelhaus(at)uni-kassel.de, zur Verfügung.