Beschreibung
Bewerbungsfrist: 20.02.2026
Am Universitätsklinikum Würzburg ist im Rahmen des Sonderforschungsbereichs/Transregios 205 zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Stelle als
**Wissenschaftlicher Mitarbeiter\*in / Doktorand\*in (PhD) (m/w/d)**
(Entgeltgruppe E13 TV-L, 65 %) zu besetzen.
Uniklinikum Würzburg - Medizinische Klinik und Poliklinik I (ZIM)
befristet
**Wir bieten**
- Eine Promotionsstelle nach WissZeitVG (E13 TV-L, 65 %), 3,5 Jahre
- Exzellentes wissenschaftliches Umfeld im Rahmen eines...
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Bewerbungsfrist: 20.02.2026
Am Universitätsklinikum Würzburg ist im Rahmen des Sonderforschungsbereichs/Transregios 205 zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Stelle als
**Wissenschaftlicher Mitarbeiter\*in / Doktorand\*in (PhD) (m/w/d)**
(Entgeltgruppe E13 TV-L, 65 %) zu besetzen.
Uniklinikum Würzburg - Medizinische Klinik und Poliklinik I (ZIM)
befristet
**Wir bieten**
- Eine Promotionsstelle nach WissZeitVG (E13 TV-L, 65 %), 3,5 Jahre
- Exzellentes wissenschaftliches Umfeld im Rahmen eines interdisziplinären DFG-geförderten
- Transregio-Sonderforschungsbereiches
- Strukturierte Betreuung der Promotion im Rahmen der Graduate School of Life Sciences der
- Universität Würzburg und umfangreiche Weiterbildungsangebote
- Enge Anbindung an klinische und translationale Forschung sowie Perspektive auf klinische Translation
- Das Universitätsklinikum Würzburg fördert die Gleichstellung aller Geschlechter.
**Ihr Aufgabengebiet**
- Eigenständige wissenschaftliche Arbeiten im Rahmen des beschriebenen Forschungsprojekts
- Planung, Durchführung und Auswertung zellbiologischer, molekularbiologischer und (tierexperimenteller) Studien
- Anwendung moderner Immuntherapie- und Gene-Editing-Technologien (u. a. CAR-T, CRISPR/Cas9)
- Präsentation der Ergebnisse auf wissenschaftlichen Konferenzen und Publikation in Fachzeitschriften
**Ihr Profil**
- Sehr gut abgeschlossenes Hochschulstudium (Master/Diplom/Staatsexamen) in Biologie, Biochemie,
- Molekularmedizin oder einem verwandten naturwissenschaftlichen, molekularem Fach
- Starkes Interesse an Tumorimmunologie, Zelltherapie und translationaler Krebsforschung
- Erfahrung in molekular- oder zellbiologischen Methoden von Vorteil
- Hohe Motivation, selbstständige Arbeitsweise und Teamfähigkeit
- Sehr gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift (C1 Niveau)
- Projekt „Steroidhormone und Krebsimmunität – Lernen vom Nebennierenrindenkarzinom“
**Projektbeschreibung**
Dieses Projekt ist interdisziplinär angelegt und vereint die Expertise des Lehrstuhls für Endokrinologie und Diabetologie mit dem Lehrstuhl für Zelluläre Immuntherapie. Darüber hinaus profi tiert es von einem lebendigen nationalen und internationalen Kooperationsnetzwerk.
Das adrenokortikale Karzinom ist eine seltene und sehr aggressive Krebserkrankung, die nur schlecht auf bisherige immunonkologische Therapien anspricht. Bei etwa 60 % der Patient\*innen kommt es zu einem Überschuss an Glukokortikoiden, der das Immunsystem hemmt und mit einer schlechten Prognose verbunden ist. In früheren Arbeiten konnten wir zeigen, dass in diesen Tumoren weniger immunaktive Zellen vorkommen und wichtige Immuncheckpoint-Moleküle nur schwach ausgeprägt sind, was die begrenzte Wirksamkeit bestehender Immuntherapien erklärt.
Im Rahmen des Projekts wurde daher eine neuartige zelluläre Immuntherapie mit genetisch veränderten CAR-T Zellen entwickelt. Dabei konnte ROR1 als geeignetes Zielantigen für adrenokortikale Karzinome identifiziert werden. ROR1-spezifische CAR-T Zellen zeigten in präklinischen Zellkultur- und Tiermodellen eine starke antitumorale Wirkung. Diese war jedoch unter Bedingungen eines Glukokortikoid-Überschusses eingeschränkt. Durch gezielte genetische Modifikation des Glukokortikoidrezeptors mittels CRISPR/Cas9 konnten CAR-T Zellen erzeugt werden, die gegenüber dieser hormonellen Hemmung geschützt sind und auch unter diesen Bedingungen wirksam bleiben.
Diese Ergebnisse bilden die Grundlage für eine erste klinische Studie mit ROR1-CAR-T Zellen (LION-1). Ziel des nun beginnenden Projekts ist es, den Einfl uss verschiedener Steroidhormone auf CAR-T Zellen weiter zu untersuchen sowie Sicherheit und Wirksamkeit der Therapie in verbesserten präklinischen Modellen zu analysieren, um die klinische Anwendung weiter zu optimieren. Konkret umfasst das Projekt Im Rahmen des Projekts wird untersucht, wie Sexualhormone die Funktion von CAR-T Zellen beeinflussen. Da ein relevanter Anteil der Patient\*innen mit adrenokortikalem Karzinom erhöhte Androgenspiegel aufweist, liegt ein besonderer Fokus auf dem Einfluss dieser Hormone auf die Wirksamkeit der Therapie. Dabei wird analysiert, wie genetisch veränderte ROR1-spezifi sche CAR-T Zellen auf unterschiedliche hormonelle Bedingungen reagieren.
Darüber hinaus werden neue und verbesserte CAR-T Zell-Strategien entwickelt und getestet, um Mechanismen zu überwinden, die zu einem unzureichenden oder nachlassenden Therapieansprechen führen können. Ziel ist es, die Effektivität und Nachhaltigkeit der CAR-T Zell-Therapie weiter zu steigern.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Untersuchung der Wirkungsweise von CAR-T-Zellen in geeigneten, immunkompetenten Mausmodellen des adrenokortikalen Karzinoms. Ergänzend werden Sicherheitsstrategien evaluiert, mit denen mögliche Nebenwirkungen der Therapie kontrolliert oder reduziert werden können, beispielsweise durch ein gezieltes Ein- und Ausschalten der CAR-T Zellen oder deren kontrollierte Eliminierung.
Insgesamt leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung einer personalisierten CAR-T Zell-Therapie beim adrenokortikalen Karzinom und darüber hinaus zur Etablierung innovativer zellulärer Immuntherapien für hormonell aktive Tumorerkrankungen.
**Werden Sie Teil des Teams: Jetzt bewerben!**
Dr. rer. nat. Laura-Sophie Landwehr
Postdoctoral Researcher, Biomedizinerin, Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Tel: +49931 201 39963
Bei einem Hochschulabschluss aus einem Nicht-EU-Land wird eine Langfassung der Zeugnisbewertung von der Zentralstelle für Ausländisches Bildungswesen benötigt.
Die Vergütung erfolgt nach den einschlägigen Tarifverträgen. Schwerbehinderte Bewerber/-innen werden bei ansonsten im Wesentlichen gleicher Eignung bevorzugt eingestellt.